Niedersachsen: Bekanntlich hat das Albert-Schweitzer-Familienwerk das renommierte Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP München) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Fällen sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt in einigen unserer Einrichtungen beauftragt. Das IPP München hat uns einen Zwischenstand mitgeteilt.
Die wissenschaftliche Aufarbeitung durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP München) schreitet planmäßig voran.
Im Rahmen des Aufrufs zur Beteiligung haben sich bislang 87 Personen beim Forschungsteam gemeldet. Bis heute wurden 57 Interviews geführt; einige weitere Gespräche werden noch folgen. Von den interviewten Personen sind 31 (ehemalige) Mitarbeitende, 14 Betroffene sowie 12 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. 28 der Interviews beziehen sich auf die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Holzminden.
Das IPP bewertet die Resonanz auf die Aufrufe als zufriedenstellend. Nach Einschätzung der Forschenden liegt inzwischen sowohl durch die Interviews als auch durch die ausgewerteten Dokumente eine belastbare Datenbasis vor, die die Beantwortung der Forschungsfragen ermöglicht.
Vorstand Martin Kupper: „Wir danken allen Menschen, die bereit waren, ihre Erfahrungen, Erinnerungen und Perspektiven mit dem Forschungsteam zu teilen. Ihr Beitrag ist von großer Bedeutung für die wissenschaftliche Aufarbeitung und für unser Ziel, Verantwortung zu übernehmen, aus der Vergangenheit zu lernen und die notwendigen Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen.“
Sobald die Studie im kommenden Jahr vorliegt, werden wir an dieser Stelle darüber informieren.