
Hannover – Manchmal braucht es keine großen Worte, sondern echte Begegnungen. Genau darum ging es beim besonderen Empfang des Albert-Schweitzer-Familienwerks e.V. im Bödecker-Saal der Marktkirche Hannover: 55 Spenderinnen und Spender waren der Einladung gefolgt – alle verbunden durch ein gemeinsam geteiltes Engagement für Kinder und Jugendliche der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und -Familienwerke in ganz Deutschland.
Noch bevor am Abend die Orgel in der Marktkirche erklang, stand hier etwas anderes im Mittelpunkt: Dankbarkeit. Moderator und Pressesprecher Jörg Grabowsky begrüßte die Gäste mit herzlichen Worten und machte sofort klar: „Heute feiern wir nicht nur Musik – heute feiern wir vor allem Menschen. Und das sind Sie.“
Gemeinsam mit Mitarbeitenden aus den Kinderdörfern Alt Garge und Uslar sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Vorstand, Kuratorium und Ehrenamt wurde deutlich, wie viel Nähe, Persönlichkeit und echtes Miteinander die Arbeit prägen. Vorstandsvorsitzender Martin Kupper dankte allen Anwesenden und unterstrich dabei die bundesweite Verbundenheit der Albert-Schweitzer-Gemeinschaft.
Wenn Unterstützung spürbar wird
In kleinen Geschichten wurde lebendig, was Spenden bewirken können: das Kind, das anfangs mehrmals täglich den Kühlschrank prüft – und irgendwann versteht, dass immer genug da sein wird. Das erste Weihnachtsfest mit Lichtern, Geschenken und staunenden Augen. Der erste Urlaub, das erste bewusste Ankommen und Ausruhen. Oder die großen Übergänge im Leben: Einschulung, Schulabschluss, der mutige Schritt hinaus aus dem Kinderdorf.
All das, so wurde an diesem Abend deutlich, sind keine abstrakten Erfolge, sondern konkrete Momente von Sicherheit, Vertrauen und Entwicklung. „Sie sorgen dafür, dass Kinder nicht nur versorgt sind, sondern wirklich Kind sein dürfen“, brachte es Grabowsky auf den Punkt.
Musik als Dankeschön
Als Zeichen des Dankes durfte an diesem Empfang die Musik sprechen: Bei dem exklusiven Privatkonzert von Marktkirchenorganist Prof. Ulfert Smidt ließ mit ersten Stücken auf dem Klavier den Bödeckersaal (unterhalb der Marktkirche) erklingen. Für einen Moment wurde es still – und zugleich sehr nahbar. „In jedem Ton hört man fast das leise Klopfen von Kinderherzen“, hieß es augenzwinkernd.
Der Empfang endete mit einem Bild, das vielen Gästen im Gedächtnis blieb: Jedes Kind sei wie ein Instrument in einem großen Orchester – und die Spenderinnen und Spender seien diejenigen, die dieses Orchester möglich machen und zum Klingen bringen.
Ein Abend voller Dank, Wärme und Wertschätzung – und ein starkes Zeichen dafür, wie viel Gutes entsteht, wenn Menschen sich gemeinsam für andere einsetzen.