Am Start für den Aufbau des Ausbildungsgeländes nach der Bewilligung der entsprechenden Leadergelder (von linkszu sehen): David, auszubildender Werker im Galabau, einen Mitarbeiter der Stadt Uslar, Andrea Kohl (Bereichsleitung Berufsförderzentrum), Thorsten Bauer, Bürgermeister Stadt Uslar, Mirko Philipps (Ausbilder Garten- und Landschaftsbau) und Auszubildender Max 

Neu im Berufsförderzentrum: Reha-Berufsvorbereitung und Reha-Ausbildung im Berufsförderzentrum

Uslar – Gute Nachrichten aus dem Berufsförderzentrum in Uslar: Das Team um Bereichsleiterin Andrea Kohl konnte im vergangenen Jahr gleich mit zwei neuen Angeboten an den Start gehen. Beide Maßnahmen richten sich an junge Erwachsene mit einer körperlichen oder psychischen Behinderung.

Im Maßnahmenprogramm Berufsvorbereitende Reha können sich Rehabilitandinnen und Rehabilitanden gezielt auf das Berufsleben vorbereiten und Einblicke in verschiedene Berufsfelder erhalten. Die Teilnehmenden erwerben dabei wichtige Grundkenntnisse der Berufsvorbereitung. Zudem haben die Maßnahmen auch das Ziel, unter anderem einen Hauptschulabschluss nachzuholen und/oder sich für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
Die angebotenen Berufsbereiche zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus und umfassen:

• Garten- und Landschaftsbau
• Holz
• Design und Textil
• Verkauf

Ein Einstieg in die Maßnahme ist jederzeit möglich. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein entsprechendes Gutachten der Agentur für Arbeit. Zudem erhalten die Teilnehmenden eine monatliche Leistung.
Die zweite neue Maßnahme umfasst einen kompletten Ausbildungsgang, der sich durch ein an die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasstes Lernniveau sowie durch eine intensive Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit auszeichnet. Die Auszubildenden werden dabei umfassend durch das Team des Berufsförderzentrums unterstützt.

Insgesamt können Auszubildende in zwei Bereichen ausgebildet werden und einen anerkannten Ausbildungsabschluss bei der Landwirtschaftskammer beziehungsweise der Industrie- und Handelskammer erwerben. Im Garten- und Landschaftsbau sowie im Bereich Verkauf sind folgende vier Ausbildungen möglich:
• Werker*in im Gartenbau
• Gärtner*in in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
• Verkäufer*in
• Fachpraktiker*in im Verkauf

Für den Bereich Garten- und Landschaftsbau ist Mirko Phillips als zuständiger Ausbilder sowohl für die berufsvorbereitende Maßnahme als auch für die Reha-Ausbildung verantwortlich. Im Bereich Holz übernimmt Wilfried Wedekind diese Aufgabe. Catrin Henne ist Ausbilderin für den Textilbereich und zugleich zuständige Anleiterin für die berufsbildende Maßnahme. Ergänzt wird das Team durch die Sozialpädagoginnen Johanna Gerke (berufsvorbereitende Maßnahmen) und Gerlinde Röhring (Reha-Ausbildungen). Charlotte Emunds unterstützt das Team als Bildungsbegleiterin.
Bereits im August 2025 sind drei Auszubildende in die Ausbildung zum Werker im Garten- und Landschaftsbau gestartet. Alle drei zeigen eine hohe Motivation und nehmen die zusätzliche sozialpädagogische Unterstützung gerne in Anspruch. Zwei weitere potenzielle Auszubildende planen den Einstieg in die Ausbildung im Sommer 2026.
Ab dem Frühsommer absolvieren die Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres Praktika in externen Betrieben, um zusätzliche Erfahrungen zu sammeln. Bis dahin bauen sie gemeinsam mit Mirko Phillipps den Garten- und Landschaftsbereich auf einem vom Albert-Schweitzer-Familienwerk zur Verfügung gestellten Gelände neu auf. Dieses Projekt wird mit LEADER-Mitteln gefördert und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt.
Die praktischen Ausbildungsanteile sowie die gesamte berufsvorbereitende Maßnahme finden in den betriebseigenen Werkstätten des Berufsförderzentrums statt. Für die Reha-Ausbildung sind darüber hinaus Praktika in regulären externen Betrieben vorgesehen und ausdrücklich gewünscht.
Für die Auszubildenden der Reha-Ausbildung wurde zudem an der Berufsbildenden Schule II in Northeim eigens eine kleine Klasse eingerichtet. Dort wird der theoretische Unterricht in vereinfachter Form und passgenau auf die jeweilige Ausbildungsmaßnahme zugeschnitten vermittelt. Zusätzlich begleiten die sogenannten Berufsbegleiterinnen und -begleiter des Berufsförderzentrums die Teilnehmenden intensiv in allen ausbildungstechnischen Belangen, einschließlich individuell abgestimmter Förderpläne.
Die Ausbildung im Bereich Verkauf ruht derzeit noch, da entsprechende Zuweisungen durch die Agentur für Arbeit bislang nicht zustande gekommen sind. Sollten im Sommer 2026 potenzielle Auszubildende zur Verfügung stehen, kann die Ausbildung sowohl zur/zum Verkäuferin als auch zur/zum Fachpraktikerin im Verkauf aufgenommen werden. Die erforderliche Anerkennung und Zertifizierung liegt dem Berufsförderzentrum bereits vor.
Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Maßnahmen finden sich hier:

Flyer Reha-Ausbildung

Flyer Berufsvorbereitende Maßnahme