Rittmarshausen – In der Erziehungsstelle Hirsch leben Mensch und Tier eng zusammen. Für die Kinder und Jugendlichen bedeutet diese Form des Zusammenlebens, dass sie tagtäglich tolle „tierische“ Erfahrungen sammeln können und lernen, Verantwortung für andere Lebewesen zu übernehmen. Diese gelebte Verantwortung ist sehr positiv für ihre Entwicklung, denn gerade im Umgang mit Tieren und den Bindungen, die mit ihnen aufgebaut werden, liegt viel Potential.

Doch auch wenn der Ausritt mit dem Pferd und das Kuscheln mit dem Hund oder das Herumtollen zusammen mit den Hühnern zum festen Programm gehören, gehört die regelmäßige Versorgung der Tiere im selben Maße dazu. Das Zuhause der Tiere muss sauber gehalten, das Fell der Pferde regelmäßig gestriegelt und die Futtertröge rechtzeitig aufgefüllt werden: Mit Tieren gibt es immer etwas zu tun, es ist ein Geben und Nehmen. Und dieses Geben und Nehmen ist Teil des Alltags auf dem Hof. Und so sind die Tiere Partner und tierischer Freund, aber auch Lehrmeister und eine Aufgabe, die ein strukturiertes und verantwortungsvolles sich Kümmern einfordert.

Wenn man allerdings das große Glück hat, so eng mit Tieren aufzuwachsen, warum sollte man sich dann nicht auch den ein oder anderen kleinen Traum erfüllen? Anna hat genau das getan. Sie lebt in der Erziehungsstelle Hirsch und sie auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben zu begleiten und zu sehen, wie sie für ihre Träume einsteht, ist ein schönes Gefühl. Einen ganz großen Schritt machte sie anlässlich ihrer Konfirmation Anfang Mai: Zusammen mit ihrem liebevoll herausgeputzten Pferd Ribana erfüllte sie sich ihren großen Herzenswunsch und ritt an ihrem großen Tag im Festtagskleid zur Kirche.
Wir wünschen Anna auch weiterhin ganz viele dieser zauberhaften und unvergesslichen Momente und alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.